Nahaufnahme: dichtes, leicht gewelltes weisses Kuvasz-Fell wird gebürstet
Regelmässiges Bürsten mit einer stabilen Bürste beugt Verfilzungen im dichten Unterfell vor.

Aufbau des Fells

Das Fell des Kuvasz besteht aus zwei Schichten: einer dichten, isolierenden Unterwolle und einem gröberen, leicht gewellten Deckhaar. Diese Kombination macht die Rasse ausgesprochen wetterfest – Regen und Kälte machen einem gesund gepflegten Kuvasz kaum etwas aus. Ein positiver Nebeneffekt: Getrockneter Schmutz lässt sich aus diesem Fell oft einfach ausschütteln oder ausbürsten, statt ausgewaschen werden zu müssen.

Bürsten im Alltag

Ausserhalb des Fellwechsels reicht meist ein- bis zweimal wöchentliches Bürsten mit einer stabilen Bürste oder einem Metallkamm, um losem Unterhaar und beginnenden Verfilzungen vorzubeugen – besonders hinter den Ohren, in der Achsel- und Leistengegend und an der Hosenbehaarung der Hinterläufe. Zu häufiges Bürsten ist nicht nötig und kann dem schützenden Deckhaar sogar schaden.

Der Fellwechsel

Mindestens zweimal im Jahr wechselt der Kuvasz seine Unterwolle vollständig. Während dieser Wochen empfiehlt sich tägliches, kräftiges Bürsten mit einem Unterwollrechen, um lose Haare aktiv zu entfernen, bevor sie sich verfilzen. Wer diese Phase konsequent begleitet, erspart sich später aufwändiges Entfilzen.

Praxistipp

Eine kurze, aber tägliche Bürstenroutine während des Fellwechsels ist deutlich effizienter als seltene, dafür sehr lange Pflegesitzungen.

Baden: Weniger ist mehr

Ein Kuvasz muss nicht regelmässig gebadet werden – häufiges Baden entzieht dem Fell eher schützende Fette, als dass es nützt. In der Regel genügt es, getrockneten Schmutz auszubürsten. Viele Kuvasz gehen zudem gern freiwillig ins Wasser, wenn sie früh genug daran gewöhnt werden; danach reicht meist Abtrocknen und kurzes Nachbürsten.

Ohren, Pfoten und Krallen

Die hängenden Ohren sollten regelmässig kontrolliert und bei Bedarf vorsichtig gereinigt werden, da sich Feuchtigkeit und Schmutz darunter leichter sammeln als bei stehohrigen Rassen. Krallen, die sich bei ausreichend Bewegung auf hartem Untergrund nicht von selbst abnutzen, gehören regelmässig gekürzt, um Fehlbelastungen der Pfoten zu vermeiden.

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